Baby Blues

Kennen Sie das Gefühl: Ihr Kind ist gerade frisch geboren und Sie hatten sich auch darauf gefreut, gegebenenfalls war es sogar ein Wunschkind, aber nun ist es da und Sie fühlen nichts.

Alle in ihrem Umkreis sind überglücklich und überhäufen Sie mit Glückwünschen, nur in ihrem Inneren will dieses – scheinbar wundervolle – Gefühl nicht aufkommen. Im Gegenteil, am Liebsten würden Sie einfach nur wegrennen und alles hinter sich lassen wollen. Ihr Verantwortungsgefühl sagt Ihnen aber, dass kann und vor allem darf so nicht sein. Sie sind schließlich die Mutter und dieses kleine Baby ist vollkommen auf ihre Hilfe angewiesen. Sie müssen Ihre Mutter-Pflicht erfüllen.

Zeitgleich sehen und erleben Sie überall Frauen, die nur so vor Freude scheinen überzuschäumen. Wenn man Sie dagegen fragt, dann wissen Sie, wie Sie „politisch korrekt“ zu antworten haben, aber das was Sie sagen passt überhaupt nicht zu dem, was Sie im Inneren fühlen. Mit der Zeit bekommen Sie langsam Zweifel, denn irgendetwas kann mit Ihnen ja nicht stimmen, denn schließlich wird einem überall suggeriert, dass die Geburt eines Kindes das größte Glück auf der ganzen Welt sei. Nur bei Ihnen scheint das so nicht zu stimmen. Der wenige Schlaf und die Anstrengungen der Geburt oder sogar dem Kaiserschnitt und der neue Alltag mit dem Kind sorgen zusätzlich dafür, dass diese „Wochenbettdepressionsphase“ nicht wieder schnell zu vergehen scheint. Im Gegenteil – Sie bekommen immer mehr den Eindruck, dass sich diese negativen Gefühle manifestieren.

Gleichzeitig beschleicht Sie die Angst, ihr Kind nie lieben zu können und eine schlechte Mutter zu sein. Und da es bei allen scheinbar so perfekt zu laufen scheint, haben Sie eine große Scham, denn was könnten diese „perfekten Mütter“ von Ihnen denken, wenn Sie denen offenbaren würden, wie es wirklich momentan in Ihrem Inneren aussieht.

Kennen Sie diese oder ähnliche Gefühle? Befinden Sie selbst sich gerade in solch einer Phase?

Dann sollten Sie folgendes wissen: Mehr als 100 000 Mütter in Deutschland sind jedes Jahr von einer „Krise rund um die Geburt“ betroffen. SIE SIND SOMIT NICHT ALLEIN!